Schickedanz Vermögen

Schickedanz Vermögen
Schickedanz Vermögen

Schickedanz Vermögen | Im Laufe der Jahrzehnte hat Schickedanz ihre eigenen geschäftlichen Interessen innerhalb des Konzerns nie direkt anerkannt. In einem Interview erklärte Schickedanz, sie sei schon immer mit dem Unternehmen verbunden gewesen, habe aber “nie für das Unternehmen gearbeitet”.

In den Verwaltungsrat von Arcandor hat sie gerade Leo Herl als ihren dritten Bruder berufen. Weder in der konsolidierten noch in der Madeleine-Schickedanz-Vermögensverwaltung saß Schickedanz, noch fungierte sie als deren Präsidentin.

Schickedanz ist Mutter von vier Kindern, davon zwei aus ihrer Ehe mit Hans-Georg Mangold und Wolfgang Bühler.

Nachdem ihre Tochter Caroline nach siebenjähriger Behandlung an einer Leukämie-Erkrankung erlag, gründete Schickedanz 1990 die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung, um anderen Kindern zu helfen.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom Juni 2009 hatte die von Schickedanz ins Leben gerufene Stiftung für Krebskranke Kinder eine sehr hohe Verwaltungskostenquote: Von jedem ausgegebenen Euro flossen gerade einmal 29 Cent zweckgebunden der Organisation. Die Stiftung bestätigte dies und sprach von Werbeausgaben.

Schickedanz Vermögen
Schickedanz Vermögen

Laut dem Finanzmagazin Forbes hatte sie 2008 ein Vermögen von 3,9 Milliarden US-Dollar und gehört damit zu den reichsten Menschen des Landes.

Der Wert ihres Vermögens wurde Schätzungen zufolge im Jahr 2009 auf eine Million Dollar reduziert. Ihr Vermögen wurde durch die Insolvenz der Arcandor AG weiter geschwächt.

Das Karstadt/Quelle-Aktienpaket der Familie Schickedanz wurde im Juli 2009 nach Angaben der Familie noch auf 27 Millionen Euro geschätzt.

Madeleine Schickedanz erhielt von Sal. Oppenheim, das vollständig durch Vermögenswerte unterlegt und weder direkt noch indirekt von der Insolvenz der Arcandor AG betroffen war.

Das Unternehmen Schickedanz hatte 2009 prognostiziert, dass es sein Vermögen verlieren würde, wenn die Banken ihre Schulden nicht bei Fälligkeit begleichen würden. Madeleine Schickedanz wurde am Tag der Arcandor-Insolvenz nach einer Gehirnblutung im Krankenhaus intensiv behandelt.

Ende Juni 2009 wurde bekannt, dass Schickedanz bei Arcandor erheblich an Einfluss verloren hatte. Grund dafür war, dass Martin Dedi (aus dem Familienzweig ihrer Halbschwester Louise) den Poolvertrag mit Schickedanz bereits gekündigt hatte.

Schickedanz behielt nach dem Verkauf eines Eigenkapitalpakets im Wert von 6,5 Millionen Euro 21,53 Prozent der Anteile an dem in Konkurs gegangenen Handelsunternehmen. Als neuer Hauptaktionär wurde die Oppenheim-Esch-Holding bestellt.

Schickedanz Vermögen
Schickedanz Vermögen

Im Juli 2009 eröffnete Schickedanz in Hersbruck das Kaufhaus Schickedanz in einem ihr gehörenden Gebäude, das an das Bankhaus Sal. Oppenheim als Kreditsicherungsmaßnahme.

Kurz darauf machte sie landesweit Schlagzeilen, nachdem sie in einem Interview mit der Bild am Sonntag erklärt hatte, dass sie ihre Ausgaben drastisch reduzieren und sparen müsse, wo immer sie könne.